Stimmen zur Dritten Tagung

Volksstimme 14.10.2015

Altmarkzeitung 12.10.2015

Volksstimme 12.10.2015


Pressemitteilung 85 der EKM vom 16.10.2015

Kirchenkreis Salzwedel zieht Zwischenbilanz nach Zukunftskonferenz

“Mit Dankbarkeit im Herzen und mit Ideen im Kopf”

Der Evangelische Kirchenkreis Salzwedel hat sich in den vergangenen zwölf Monaten auf einer Zukunftskonferenz mit den Perspektiven kirchlichen Lebens in der westlichen Altmark auseinandergesetzt. Auf drei Tagungen diskutierten jeweils rund 80 kirchliche Mitarbeitende aus Gemeinden, Einrichtungen und der Verwaltung über die aktuelle Situation sowie über Wege und Lösungen für die Zukunft des Kirchenkreises.

Auf der ersten Tagung (25. Oktober 2014) wurden Trends und Tendenzen herausgearbeitet, die es der Kirche in der Altmark schwer machen, wie beispielsweise Mitgliederschwund und Pfarrermangel, aber auch Kulturverlust und demographischer Wandel.
Während der zweiten Tagung (21. März 2015) standen die Chancen und Stärken im Mittelpunkt: die Präsenz vor Ort, qualifizierte Mitarbeiter, zahlreiche Ehrenamtliche und wichtige Botschaften. Auf dieser Grundlage wurden während der dritten Tagung (10. Oktober 2015) Ziele in den Blick genommen. Es gründeten sich Interessengemeinschaften zu Themenfeldern wie Gottesdienst und geistliches Leben aber auch alternative Finanzierungen, Vernetzung und Strukturen. Auf der Herbstsynode des Kirchenkreises 2016 wird aus den Arbeitsgruppen berichtet und im Jahr 2018 soll es eine weitere Zukunftskonferenz geben.

“Hinter die Impulse der Konferenz geht es nicht mehr zurück. Jeder kann sich beteiligen, keiner muss mehr jammern. Klagen gehört zum Entwickeln von Zukunft dazu, aber wir müssen uns nicht selbst aufgeben. Es gibt so viel Substanz und Kraft in unserem Kirchenkreis. Das hat die Konferenz allen deutlich vor Augen geführt”, so Matthias Heinrich, Superintendent im Kirchenkreis Salzwedel. “Mit Dankbarkeit im Herzen und mit Ideen im Kopf gehen wir nun in den Alltag und freuen uns über die Salzkörner, die wir in der Suppe der Welt sind.”

“Die Zukunftskonferenz hat es den Menschen im Kirchenkreis ermöglicht, ihre eigenen Standpunkte, Erwartungen und Hoffnungen zu reflektieren, sie zu stärken oder sie zu überdenken”, so Gordon Sethge, ein Gemeindeglied aus Gardelegen. “Die Tagungen machten es möglich, dass sich verschiedene Ebenen der Kirche auf Augenhöhe austauschen konnten. In der Arbeitsgruppe, der ich angehörte, wurde dabei deutlich, dass die Menschen durchaus bereit sind, sich auf Strukturveränderungen einzulassen.”

Mehr Infos unter: www.zukunft-saw.de

 

 


Jochen M. Heinecke, Beauftragter des Kirchenkreises für die Zukunftskonferenz 2014/15

Ein Jahr Zukunftskonferenz im Kirchenkreis Salzwedel, drei Tagungen, jeweils 70 bis 80 Teilnehmer – was ist nun herausgekommen?

In der Ersten Tagung haben wir Trends und Tendenzen herausgearbeitet, die es uns als Kirche in der Altmark-West schwer machen. Wir sind traurig über Mitgliederschwund und Pfarrermangel, über Kulturverlust und demographischen Wandel. Wir sind traurig, dass Kirche nicht mehr das ist, was sie war. Wenig Jugend, wenig Gottesdienstbesucher – darüber haben wir getrauert. In einer Zweiten Tagung haben wir unsere Chancen und Stärken bedacht: Wir sind vor Ort. Überall haben wir Menschen und Gebäude. Wir haben wichtige Botschaften zu den Fragen der Zeit. Vieles mehr ist da in den Blick gekommen. Und wir haben Visionen entwickelt. Niemand hat gesagt: Kirche gibt es bald nicht mehr. Auf dieser Grundlage haben wir auf der Dritten Tagung Ziele in den Blick genommen. Es haben sich Gruppen zu Themenfeldern zusammengefunden, die uns beschäftigen: Gottesdienst und geistliches Leben aber auch alternative Finanzierungen, Vernetzung und Strukturen. Die Frage ist: Wie können wir einen Schritt auf dem Weg zu unseren Visionen weiter kommen? Dazu haben sich die Gruppen zu mindestens einem weiteren Termin verabredet. Dann wird man sehen. Auf der Herbstsynode 2016 wird Bericht erstattet und 2018 wird es wohl wieder eine Konferenz geben.

Hinter die Konferenz geht es nicht mehr zurück. Jeder kann sich beteiligen, keiner muss mehr jammern. Klagen gehört zum Entwickeln von Zukunft dazu, aber wir müssen uns nicht selbst aufgeben. Es gibt so viel Substanz und Kraft in der Altmark-West. Gott sei Dank. Das hat die Konferenz allen deutlich vor Augen geführt. Wenn nur das herausgekmmen ist, ist es genug. Alles andere wird wachsen.


Matthias Heinrich, Superintendent im Kirchenkreis Salzwedel:

„Ankommen. Aufbrechen“

Diese Überschrift stand schon über dem ersten Teil der Zukunftskonferenz und erst recht trifft sie für den dritten und letzten Teil der „ZK“ zu. Wir waren in einer bunten Gruppe von Delegierten und Interessierten in der Konferenz und in der Wirklichkeit unseres Lebens und unserer christlichen Gemeinden angekommen. Das hat uns neben dem alltäglichen Mangelblick viele unserer Schätze sehen lassen. In ruhigen und heißen Diskussionen sind wir dank der guten Vorbereitung und Moderation zum Aufbruch gekommen. Es gibt sieben konkrete Treffen zu Arbeitsthemen vom geistlichen leben bis zu Strukturfragen. In einem Jahr wollen wir voreinander und vor der Kreissynode Rechenschaft ablegen, welche Schritte wir vorbereitet und schon gegangen sind. Die Vorstellung der Verabredungen roch schon nach Aufbruch. Der abschließende Vortrag von Prof. Zulehner aus Wien setzte dem noch das „i“ Tüpfelchen auf. Wer sich anstecken lassen möchte kann ihn unter www.zukunft-saw.de

nachhören. Prof. Zulehner hat ihn uns dafür zur Verfügung gestellt. Mit Dankbarkeit im Herzen und mit Ideen im Kopf gehe ich in den vollen Alltag und freue mich über die Salzkörner, die wir in der Suppe der Welt sind.


Gordon Sethge, Gemeindeglied in Gardelegen, stud. theol.

Die Zukunftskonferenz hat es den Menschen des Kirchenkreises ermöglicht sich Gehör zu verschaffen und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit gegeben ihre eigenen Standpunkte, Erwartungen und Hoffnungen zu reflektieren, sie zu stärken oder sie zu überdenken. Hilfreich war dabei die Gliederung der Veranstaltung in drei Teile, die über ein Jahr verteilt stattfanden. So konnten Erlebtes und Impulse nachwirken und sich entwickeln. Die Konferenz öffnete einen Raum, der es möglich machte, dass verschiedene Ebenen der Kirche (Kirchenleitung, Verwaltung, Pfarrer, Gemeindepädagogen, Ehrenamtliche und Gemeindeglieder) auf Augenhöhe miteinander im Austausch waren. In der Arbeitsgruppe, der ich angehörte wurde dabei deutlich, dass die Menschen durchaus bereit sind, sich auf Strukturveränderungen einzulassen. Als Wesentlich für Kirche definierte die Gruppe eine Orientierung an den Kernaufgaben: Menschen zum Glauben einzuladen und sie im Glauben zu bekräftigen. Notwendig dafür sind die Stärkung eines geistlichen Lebens, gabenorientiertes Arbeiten, sowie „gute“ und regelmäßige Gottesdienste. Wichtig wird es nun sein die Impulse der Konferenz ernst zu nehmen, die Arbeit der gebildeten Gruppen zu begleiten, um dann die Zielsetzungen praktisch einzuleiten.